Medienerziehung

Medienkompetenz als Erziehungs- und Bildungsaufgabe

Die Medienerziehung an unserer Schule orientiert sich an den Zielen und Kompetenzen für die „digitale Welt“, die von der Kultusministerkonferenz als auch von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen entwickelt wurden. Demnach ist das Ziel der schulischen Medienerziehung, allen Kindern und Jugendlichen bis zum Ende ihrer Schullaufbahn die erforderlichen Schlüsselqualifikationen und eine erfolgreiche berufliche Orientierung zu vermitteln und eine gesellschaftliche Partizipation sowie ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Sie sollen zu einem sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien befähigt werden und neben einer umfassenden Medienkompetenz auch eine informatische Grundbildung erlangen.

Das Kompetenzmodell der Kultusministerkonferenz „Kompetenzen in der digitalen Welt“ bildet den Ausgangspunkt für die Neufassung des Medienkompetenzrahmens NRW, der ein bewährtes Instrument zur systematischen Vermittlung von Medienkompetenz ist und die bundesweiten Bildungsstandards umsetzt. Dabei werden sechs Kompetenzbereiche unterschieden, die an unserer Schule  je nach Alter, Klassenstufe und Entwicklungsstand des Kindes Berücksichtigung finden:

  1.  „Bedienen und Anwenden“ beschreibt die technische Fähigkeit, Medien sinnvoll einzusetzen und ist die Voraussetzung jeder aktiven und passiven Mediennutzung.
  2. Informieren und Recherchieren“ umfasst die sinnvolle und zielgerichtete Auswahl von Quellen sowie die kritische Bewertung und Nutzung von Informationen.
  3. Kommunizieren und Kooperieren“ heißt, Regeln für eine sichere und zielgerichtete Kommunikation zu beherrschen und Medien verantwortlich zur Zusammenarbeit zu nutzen.
  4. Produzieren und Präsentieren“ bedeutet, mediale Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und diese kreativ bei der Planung und Realisierung eines Medienproduktes einzusetzen.
  5. Analysieren und Reflektieren“ ist doppelt zu verstehen: Einerseits umfasst diese Kompetenz das Wissen um die Vielfalt der Medien, andererseits die kritische Auseinandersetzung mit Medienangeboten und dem eigenen Medienverhalten. Ziel der Reflexion ist es, zu einem selbstbestimmten und selbstreguliertem Umgang mit der eigenen Mediennutzung zu gelangen.
  6. Problemlösen und Modellieren“ bezieht sich auf das Entwickeln von Strategien zur Problemlösung, Modellierung und Zerlegen in Teilschritte (beispielsweise mittels Algorithmen). Es wird eine informatische Grundbildung als elementarer Bestandteil im Bildungssystem verankert, nämlich die Vermittlung von Fähigkeiten im Programmieren, die Reflektion der Einflüsse von Algorithmen und die Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt.

 

Grundsätze und Maßnahmen

Da unsere Gesellschaft zunehmend von der Nutzung vielfältiger Medien geprägt ist, sehen wir es als unsere pädagogische Aufgabe an, die digitalisierte Lebenswirklichkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu begleiten. D. h., dass unsere Medienerziehung in den pädagogischen Alltag eingebettet ist und nicht nur curricular oder projektbezogen erfolgt, sondern auch situativ. Dabei ist es uns sehr  wichtig, die Eltern im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft so weit als möglich in die Medienerziehung aktiv einzubeziehen.

Im Unterricht werden digitale Kompetenzen mit den jeweiligen Fachkompetenzen verbunden und sind integraler Bestandteil der verschiedenen Unterrichtsfächer, um eine bestmögliche Kontextualisierung zu ermöglichen. Der Kompetenzrahmen des bereits erfolgreich entwickelten Medienpasses NRW dient uns hierbei als zentrales Instrument und Orientierungsrahmen.

 

Medienerziehung im Bündnis mit den Eltern

Die Angebote der Initiative Eltern + Medien der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) nutzend beziehen wir die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler in die Medienerziehung an unserer Schule mit ein. Informations- und Diskussionsabende mit Referentinnen und Referenten, Bereitstellung von Broschüren sowie persönliche Beratung bezogen auf konkrete Situationen und Themen mit dem jeweiligen Kind sind dabei Elemente unserer Arbeit, die gemeinsam mit den Eltern in den Schulmitwirkungsgremien entwickelt wurden.

Dabei stehen u. a. folgende Themen und Inhalte im Zentrum:

  • Gefahren und Nutzen der Kinder im Umgang mit dem Internet
  • Wie schütze ich meine mobilen Geräte (iPhone, iPad, Tablet PC usw.)?           
  • Welche spezielle Sicherheitssoftware gibt es für Kinder?
  • Welche Apps schützen mein Handy, Tablet, Ipad, IPhone richtig? 
  • Welche Kindersuchmaschinen sind für Kinder geeignet?
  • Wo finde ich sichere Kinderseiten?
  • Welche Spiele sind für mein Kind geeignet? Wo finde ich einen Überblick?  
  • Wie gehe ich mit den Social Media und Kinder-Chatrooms richtig um? 
  • Welche Gefahren lauern bei der Selbstdarstellung im Netz? 
  • Welche (Abo-)Fallen gibt es im Internet?  (Musikdownloads, kostenpflichtige SMS-Dienste, Handygames oder Klingeltöne)
  • Cyber-Mobbing
  • Anregungen für den Umgang mit Gefährdungen und "suchtproblematischer Abhängigkeit" bei Smartphones. IPad, Tablet 

 

Im Anhang findet sich eine Vereinbarung für alle Eltern und Kinder unserer Schule. Sie steckt den Rahmen für die Mediennutzung an unserer Schule ab und gibt Tipps und Hinweis zur Mediennutzung von Kindern auch außerhalb der Schule. So ist einerseits der Dialog mit den Eltern im Bereich der Medienerziehung gesichert, andererseits auch die Chance die Kinder auf dem Weg in die „digitale Welt“ zu begleiten.

Der Dialog mit den Kindern erfolgt sowohl in Gesprächsrunden und Einzelgesprächen eingebettet in den Schulalltag und den Unterricht, als auch an besonderen Aktionstagen, wie dem Spielzeugtag, an dem auch elektronisches Spielzeug mit zur Schule gebracht werden kann. Wir greifen die Fragen und Themen der Kinder zu ihren Aktivitäten im Internet auf, sprechen über Handy- und Computerspiele, über Webseiten, die sie besuchen, über die Gefahren der Aufzeichnung und Veröffentlichung von Fotos und Filmen im Internet usw. Auf diese Weise können wir die Kinder begleiten und auch erzieherisch auf ihre Aktivitäten einwirken.

 

Vereinbarungen zur Medienerziehung.pdf (239487)

 

 Literatur: